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Schulen

  1. Teilprojekt "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der bayerischen Haupt- und Realschulen und tschechischen Grundschulen (Sekundarstufe) und (Fach-) Oberschulen
    1. Projektskizze
    2. Workshops
    3. Leitfaden

  2. Teilprojekt "Zukünfte: Szenarien für den bayerisch-tschechischen Grenzraum im Jahr 2025"

 

1. Teilprojekt "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der bayerischen Haupt- und Realschulen und tschechischen Grundschulen (Sekundarstufe) und (Fach-) Oberschulen

1.1
Projektskizze

Nach wie vor bestehen im Grenzraum trotz vielfältiger grenzüberschreitender Maßnahmen große Vorurteile, häufig auch Desinteresse am jeweiligen Nachbarn. Um dem Ziel der "Guten Nachbarschaft" im Sinne positiver nachbarschaftlicher Mentalität näher zu kommen, bietet sich gerade die schulische Ebene an. Während Kinder im Vor- und Grundschulalter noch besonders unvoreingenommen Kontakte suchen und diese ohne nennenswerte Probleme aufbauen, werden ältere Kinder zunehmend stärker bei ihrer Meinungsbildung von den Einstellungen ihrer Umwelt geprägt.

Ziel ist es,
den fachlichen und persönlichen Austausch zwischen bayerischen und tschechischen             Lehrern/Lehrerinnen, Kindern und deren Eltern sowie die Zusammenarbeit der Haupt- bzw. Realschulen zu fördern.

Denn grenzüberschreitende Begegnungen auf der Ebene der Haupt- bzw. Realschulen verbessern auch auf persönlicher Ebene die Verständigung und Akzeptanz zwischen den Nachbarn. Gerade Kinder können die kommunikativen Schwierigkeiten dieser zwei sehr unterschiedlichen Sprachkulturen leichter überwinden. Sie sollen altersgemäß an Sprache und Kultur des jeweils anderen Landes herangeführt werden. Grenzüberschreitende Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen bieten nicht nur für die Schüler/innen Chancen, Informationen über den Nachbarn zu erhalten, ihre bestehenden Einstellungen zu überprüfen und somit für das Nachbarland offener zu werden, sondern auch für die jeweiligen Eltern und das Lehrerkollegium. Obwohl seit der Grenzöffnung eine Vielzahl von grenzüberschreitenden Maßnahmen im schulischen Bereich umgesetzt wurden, besteht nach wie vor ein großer Bedarf an Informationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Im Rahmen des Teilprojektes soll ein Leitfaden erstellt werden, der sowohl Empfehlungen als auch "Handlungsanleitungen" zum Auf- und Ausbau sowie zur Weiterführung grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Bereich der bayerischen Haupt- und Realschulen und tschechischen Grundschulen (Sekundarstufe) und (Fach-) Oberschulen enthält.

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1.2 Workshops

In der Umsetzungsphase wurden als erste Maßnahmen insgesamt vier Workshops - je zwei für den nördlichen Grenzraum am 10. Dezember 2004 in Marktredwitz sowie für den südlichen Grenzraum am 17. Januar 2005 in Deggendorf - für bayerische und tschechische Vertreter der genannten Bereiche zum grenzüberschreitenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch durchgeführt, die zur Informationssammlung für den geplanten Leitfaden, aber auch zum Kontaktknüpfen und zu fachlichen Gesprächen zwischen den Teilnehmern beitrugen.

Die Teilnehmer trafen zusammen, um sich gegenseitig über die verschiedenen bestehenden Formen der Zusammenarbeit im entsprechenden Schulbereich zu informieren. Neben Beiträgen einzelner Schulvertreter, die über ihre Erfahrungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit berichteten, wurden die Projekte TEAMSPRINT und Sprachanimation (beide Projekte richten sich an Schulklassen und Lehrpersonal) durch die entsprechenden Projektmitarbeiter bzw. -leiter vorgestellt sowie Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten durch die Geschäftsführer der jeweils zuständigen Euregios. Auf den Veranstaltungen wurden aus der grenzüberschreitenden Arbeit entstandene Probleme ebenso diskutiert wie die für die Kinder, Eltern, Lehrer und nicht zuletzt für den gesamten Grenzraum möglichen Chancen. Die hohen bayerischen und tschechischen Teilnehmerzahlen bei allen vier Workshops belegten (für den Grundschul- (Sekundarstufe) bzw. Hauptschulbereich lagen diese jeweils zwischen etwa 105 - 120 Personen, für den (Fach-)Oberschul- bzw. Realschulbereich jeweils zwischen etwa 75 - 85), dass gerade hier auch nach 15 Jahren der Grenzöffnung großer Handlungs-, Informations- und Unterstützungsbedarf im Rahmen grenzüberschreitender Zusammenarbeit besteht.

Ersichtlich wurde, wie so oft, dass die Aussicht auf eine erfolgreiche grenzüberschreitende Schulpartnerschaft oder Zusammenarbeit in starkem Maß von persönlichen Kontakten und insbesondere von dem persönlichen Engagement der beteiligten Lehrer abhängt. Diese sind zum einen gefordert, gegen die zum Teil bestehenden Vorurteile und das Desinteresse von Seiten der Schüler- und Elternschaft - aber auch im Kollegenkreis - zu kämpfen und Motivations- bzw. Überzeugungsarbeit zu leisten. Zum anderen erschweren straffe Lehrpläne und knappe finanzielle Mittel die Einbindung grenzüberschreitender Themen und Aktivitäten in den Unterricht. Auch fehlende Sprachkenntnisse - insbesondere auf der bayerischen Seite - stellen eine Barriere dar und führen vor allem bei Begegnungen von kurzer Dauer häufig zu einer deutlichen Trennungslinie zwischen den Schülern beider Grenzseiten. Für bayerische Realschulen ergibt sich darüber hinaus aus dem anders aufgebauten Schulsystem im Nachbarland Tschechien eine weitere Schwierigkeit, grenzübergreifend zu arbeiten, in dem dort keine gleichwertigen Schulen vorhanden sind. Vorgebrachte Beispiele belegten jedoch, dass dennoch gemeinsame Maßnahmen und Partnerschaften möglich sind.

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1.3 Leitfaden

Anhand der Workshopergebnisse wurde ein zweisprachiger Leitfaden erstellt. Inhaltliche Schwerpunkte sind:

Der Leitfaden steht zum Downloaden zur Verfügung.

Bestellungen von Druckexemplaren werden unter Lehrstuhl für Regionalentwicklung und Raumordnung der Technischen Universität Kaiserslautern entgegengenommen.

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2. Teilprojekt "Zukünfte: Szenarien für den bayerisch-tschechischen Grenzraum im Jahr 2025“

Für das Teilprojekt "Zukünfte" wurde eine eigene Homepage eingerichtet.

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